Der Zappel-Philipp, ADHS, ADS

Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) mit Hypnotherapie behandeln

Die ADHS wurde zunächst nur Kindern und Jugendlichen zugeschrieben („Zappelphilipp-Syndrom“). Diese Symptome treten aber auch bei Erwachsenen auf (Prävalenz ca. 5 %).

Die Symptomatik betrifft insbesondere drei Bereiche:

  1. Unaufmerksamkeit (Aufmerksamkeit kann nur schwer aufrecht erhalten werden, Vergesslichkeit),
  2. Überaktivität (massive motorische Unruhe),
  3. Impulsivität (exzessives Reden, platzt mit Antworten heraus).

Zu den komorbiden Störungen bei Erwachsenen zählen u.a. Substanzmißbrauch (etwa Alkoholabhängigkeit), Angststörungen und Depression.

Eine allgemein akzeptiertes ätiologisches Modell besteht nicht.

Die ADHS-Symptomatik läßt sich aber mit genetischen, neurobiologischen und lebensgeschichtlichen Faktoren und deren Interaktion in Zusammenhang bringen.

Neben pharmakologischen Behandlungsansätzen haben sich auch psychotherapeutische Maßnahmen als wirksam erwiesen.

Behandlung von ADHS bei Erwachsenen:

Ein Vergleich von Hypnotherapie (HYP) und Kognitiver Verhaltenstherapie (KVT)
In einer finnischen Studie (Hiltunen et al., 2013) wurden erwachsene ADHS-Patienten einer HYP-Gruppe, einer KVT-Gruppe oder einer Kontrollgruppe zugewiesen. Die Zuordnung war zufällig. Die Patienten der HYP- wie der KVT-Gruppe nahmen während einer Behandlungsphase von 10 Wochen an wöchentlichen Therapiesitzungen teil. In der HYP-Gruppe wurden in Trance neben Tiefenentspannung insbesondere emotionale Erfahrungen vermittelt (Reduktion von Angst, Ärger, Impulsivität sowie Verbesserung des Selbstwertgefühls), in der KVT-Gruppe waren es Schwerpunkte wie Organisation und Planung von Aktivitäten, Stress- und Ärgermanagement. Vor der Behandlungphase (T1), unmittelbar nach der Behandlungsphase (T2), 3 Monate (T3) und 6 Monate (T4) nach der Behandlungsphase wurden u.a. anhand von Skalen ADHS-Symptome und Depressivität ermittelt. Dabei zeigt sich, daß unmittelbar nach der Behandlungsphase HYP und KVT gleichermaßen die Symptomatik reduziert hatten, danach aber in der KVT-Gruppe die Symptomatik wieder zunahm, in der HYP-Gruppe hingegen die Reduktion der Symptomatik blieb. Die hypnotherapeutische Behandlung hatte eine nachhaltigere Wirkung.

ADHS, Therapievergleich

Wirkung der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlung
Hypnotherapie und Kognitive Verhaltenstherapie (CBT) reduzieren die ADHS-Symptome unmittelbar (T2) nach einer 10-wöchigen Behandlungsphase. 

Die hypnotherapeutische Behandlung hält nach 3 (T3) und nach 6 Monaten (T4) noch an. 
Die Wirkung der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlung läßt ab T3 nach und die Symptomatik tritt wieder vermehrt auf.
In unserer Psychologischen Praxis in Luxemburg helfen wir Ihnen gern bei der Symptomatik von Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitäts-Störung bzw.
ADHS in einer Kombination von Hypnotherapie, Verhaltenstherapie, Neuroprogrammierung und Suchtbehandlung.