Gestalttherapie

Fritz Perls gilt als Begründer der Gestalttherapie

Er entwickelte seine Theorie aus einer teilweisen Übernahme psychoanalystischer Lehren, nahm allerdings auch Einflüsse des Philosophen G.H. Mead oder aus dem Zen-Buddhismus auf.

Er definiert den Menschen als „soziales Wesen“, das in der sozialen Umwelt gemeinsam mit dieser Lösungen finden muss.

In Deutschland teilweise auch als ‚Integrative Therapie‘ bekannt.

Die Grundgedanken der gestalttherapeutischen Philosohphie beschreiben 9 Kern-Gebote, die das menschliche Leben in einem fortwährendem System sehen. Beispiele sind:

  • Lebe jetzt! Kümmere dich um die Gegenwart, statt um die Vergangenheit und um die Zukunft.
  • Lebe hier! Beschäftige dich mit dem Anwesenden statt mit dem Abwesenden.
  • Vermeide nichts! Lass dich auf Unerfreuliches und Schmerz ebenso ein wie auf Freude.

Die „Assimilation“, die geglückte Verbindung von Fremdem und Eigenem mit dem Ziel Wachstum, stellt ein zentrales Element der Gestalttherapie dar. Dieser „geistig-seelische-Stoffwechsel“ (Kriz) setzt einen Kontakt mit der Umwelt voraus, in dem Probleme genauso wie deren Lösungen auffindbar sein können. In ihren Methoden zielt die Gestalttherapie auf eine Auseinandersetzung mit Widerständen, die sich gegen diesen Kontakt mit der sozialen Umwelt aufgebaut haben. Eine Vielfalt an Techniken kommt dabei zum Einsatz, wie z.B.:

  • Gestalt-Dialog (Klient setzt symbolisch einen Teil von sich gegenüber und nimmt Kontakt auf)
  • Phantasie-Übungen (Kontaktbeziehungen werden tagtraumähnlich ausgemalt)
  • Malen und Modellieren

siehe: http://www.therapiedschungel.ch/content/S_u_M_Haupt_Gestalttherapie.htm