Tattoos sind heute „Mainstream des Jetsets“, sind in der breiten Öffentlichkeit angekommen und angenommen. 

Früher war das Tattoos ein Erkennungszeichen von Aussenseitern wie Seeleuten (europäische Seefahrer  brachten im 18. Jahrhundert die Tattoos aus Polynesien mit), Häftlinge im Knast (bis 80 %), Soldaten und Motorradgangs. Früher wollten sich damit diese Ausgestoßenen zu ihrer Andersartigkeit bekennen. Und so wollen offenbar auch heute so viele Menschen andersartig und sogar einmalig sein, daß es eine Massenbewegung wurde. Heute gehört es zum „guten Ton“, besteht in sozialen Gruppen gar eine Art Wettbewerb zur Tätowierung. In den USA sind etwa 25 % der Bevölkerung tätowiert. In Europa sind es rund 10%, bei den 18- bis 27-Jährigen aber auch schon 25%. Da immer mehr VIPs in den Massenmedien nicht mehr allein durch ihre künstlerische oder sportliche Leistung auffallen wollen, sondern auch mit großflächigen Tätowierungen, dürfte es auch bei den Vorbildern der Gesellschaft (inklusive überwältigender Inszenierungen in Filmen) zum Trend werden.
 
Aber auch diese Handlung von uns Menschen haben noch andere Wirkungen:

A) gesundheitliche Risiken

– „Früher wurde geraucht, heute wird tätowiert”, (Toxikologe Professor Andreas Luch). Es ist eine neue Sucht.
In eine internationalen Konferenz zur Tattoo-Sicherheit gab es diese Erkenntnissen. 
– Bei rund 70% der tätowierten Menschen gebe es Blutungen, Schwellungen oder Verkrustungen, 
– bei etwa 6% „bleibt etwas zurück”. 
– Bei anderen ist die Negativwirkung mehr innerlich mit Schwindel, Abgeschlagenheit oder Fieber.
– Völlig ungeklärt ist die Wirkungsweise vieler, immer neuer verwendeter Farben. „Die Farben bleiben nicht an der Stelle, wo sie eingestochen werden. 
Tattoos in der Nähe von Lymphknoten genauso bunt wie die Tätowierung selbst.” (Physiker Wolfgang Bäumler) 
– Dazu kommt die Gefahr, die von Pfuschern ausgeht: Neben geschätzten rund 6.000 legalen Studios rechnet man mit rund 20.000 illegalen.
– Tattoo-Syndrom: Ist Dir aufgefallen, daß sich schon bald nach dem Stechen Deines Tattoos Dinge in Deinem Leben verändert haben? Haben Dir diese Veränderungen gefallen? Oder sind plötzlich Probleme in Deinem Leben aufgetreten, die es so zuvor nie gab? Du bist damit nicht allein. Vieles hängt dabei von den benutzten Symbolen ab, von „destruktive Tattoos“.
 

B) Energetische Wirkung

–  Tattoos haben immer auch eine energetische Wirkung. Durch ein Tattoo verbindet man sich permanent mit einer energetischen Qualität. Das gilt sowohl für magische Symbole (z.B. ein Totenkopf) als auch für Kunstzeichen.
– Das Tattoo-Symbol wirkt sich auch auf das jeweilige Chakra (Energiezentrum) aus. Tattoos auf dem Kopf treten in Wechselwirkung mit dem Kronenchakra. Brust-Tattoos wirken auf das Herz-Chakra, Fuss-Tattoos auf das Wurzel-Chakra. Man sollte also genau wissen, was man mit einem Tattoo erreicht. 
 

C) Psychische Problematik

– Tätowieren hängt startk mit dem verbreiteten Glauben in der Gesellschaft zusammen, sich individualisieren zu müssen.
– Tätowieren wir wie eine schmerzhafte Prozedur (Initiantionsritual) zum Erwachsensein.
– „… zu glauben, dass die unglaubliche Einmaligkeit, die jeder einzelne Mensch und jeder Körper darstellt, erst identitätsfindend mit einem Tattoo „personalisiert“ werden muss, lässt dann in der Tat wenn nicht an der Gesundheit so doch am Verstand des Verfassers zweifeln.“ 1)
– Die Verletzung eines Körpers, besonders des eigenen, ist ein traumatischer Vorgang. Die dafür zu überwindende psychische Hemmschwelle und der zur Überwindung erforderliche psychische Durch sind hoch. 
 

D) Gesellschaftliche Aspekte

– „Wenn aber die Gesellschaft einen solchen Druck auf weite Kreise ihres Volkskörpers ausübt und auszuüben in der Lage ist, ist die Gesellschaft krank und nicht der von ihr Unterdrückte.“ 1)
– Die Menschen wollen sich in unserer vermassenden Welt (Massenkonsum, -transport, 
-veranstaltungen, -medien, -wohnen …) mehr als eine beliebige Nummer. Vor allem junge Menschen versuchen, sich einzigartig wie eine Marke zu inszenieren.
– Die immer größere Entfremdung von den Mächten und Kräften in der Gesellschaft (Politiker, Konzerne, Finanzoligarchie, Industrialisierung des Lebens) führt zu archaischen und letztlich wirkungslosen Reaktionen wie Tätowierungen.
– Diese „hohle Individualität“ stützt sich auf massenhaft multiplizierte Äußerlichkeiten.
– Man fühlt sich nicht wohl in und mit seiner eigenen Haut in dieser Art des heutigen Lebens und will sich deshalb einfach eine neue Haut zulegen. 
 

E) Spirituelle Bedeutung

– Der Volksmund weiß aus Lebensweisheit, daß man eben nicht aus seiner Haut kann, wir müssen uns (auch körperlich) annehmen.
– Die Wertschätzung des eigenen Körpers und dessen Unverletzlichkeit ist wieder zu finden.
– Unsere wirkliche Individualität besteht aus der Unterschiedlichkeit der Menschen mit ihren inneren Qualitäten und Fähigkeiten. Diese gilt es zu erkennen und im (gesellschaftlichen) Leben zum Wohle aller zu verwirklichen.
– Wir müssen als Menschen auch lernen, die Schönheit und Einmaligkeit der Natur – auch des menschlichen Körpers – wieder zu respektieren.
– Es geht um einen Bewusstseinswandel,  die Schönheit und Einmaligkeit der Natur – auch des menschlichen Körpers – wieder wahrzunehmen und zu respektieren.
Der menschliche Körper ist eine unglaubliche Kostbarkeit. Solange wir hier auf der Erde leben, ist unser Körper der Tempel unserer Seele. Daran ist nicht herumzupfuschen.
Wer sich ein Tattoo stechen lässt, sollte also unbedingt wissen, was er damit tut. 
(siehe auch: Baphomet-Tattoo)