Erkältung, Behandlung

Gesund durch Herbst und Winter

Wie Du mit Naturheilkunde besser durch die kalte und feuchte Jahreszeit kommst

Wer die Natur richtig versteht, weiß, dass Erkältungen auch in gewissem Sinn zum leben gehören. Es gibt also kein Allheilmittel davor oder dagegen.
Der beste Weg ist immer noch, das Immunsystem zu stärken und fit für die anspruchsvollen Jahreszeiten zu machen.
Vielleicht gelingt es dem einen oder anderen sogar, das Immunsystem so zu verbessern, dass eine mögliche Infektion tatsächlich ganz leise von statten geht.
Durch  Naturheilkunde werden die Selbstheilungskräfte aktiviert, Störungen ausgeglichen und nichts geschadet. Sogenannte Nebenwirkungen gibt es nicht, allenfalls gewünschte Erstreaktionen, bei Beginn der Einnahme. Was nichts anderes bedeutet, als ein verstärkter Kampf zur Überwindung eines Konflikts im Organismus.

Diese Informationen ersetzen natürlich keine medizinische Behandlung bei einer Erkrankung.

Erkältung, Grippe

Empfehlungen zum generellen Verhalten:

1) Trinkverhalten

Wir halten nichts von den pauschalen Empfehlungen „Du sollst soundsoviel trinken…“ Es gibt kein Generalrezept für alle. Aber da sehr viele Menschen das Trinken oft einfach vergessen, sei der Hinweis angebracht, darauf zu achten, regelmäßig zu trinken. Einfach immer wieder einen Schluck Wasser im Laufe des Tages.
Während uns im Sommer die Hitze zum Trinken antreibt, wird das im feucht-kalten Herbst/Winter gerne vernachlässigt. Also achte darauf.

Trinke gleich morgens nüchtern ein Glas Wasser. Vielleicht machst Du es zu einem Ritual, gleich nach dem Aufstehen oder noch im Bett. Dadurch werden die Verdauung und die Entschlackung werden besser gefördert.
Achte dabei darauf, dass sich die Empfehlung vor allem auf reines und stilles Wasser bezieht. Bei Getränken mit Genussgiften, wie zu viel Kaffee und Alkohol, sei man zurückhaltend.

2) Essverhalten

Gerade jetzt ist eine ausgewogene, abwechslungs- und vor allem vitaminreiche Ernährung ganz wichtig. Reichlich Obst und Gemüse sind jetzt besonders gefragt. Das Immunsystem wird Dir dafür dankbar sein.

3) Wechselduschen

Das Duschen mit abwechselnd warmem und kaltem Wasser unterstützt das Immunsystem und stärkt den Kreislauf. Aber auch hier moderat vorgehen, immer im Rahmen dessen, was Dir gut tut. Torturen oder regelrechte „Schocks“ verfehlen Dein Ziel.

4) Raus an die frische Luft

Bei schlechtem Wetter, typisch für die Herbstmonate, gehen wir nicht gerne raus. Aber gerade jetzt ist die frische Luft sehr hilfreich. Dabei gilt die Regel: Es gibt kein schlechtes Wetter (gemeint ist nicht gerade der größte Sturm), sondern nur schlechte Kleidung. Ziehe Dich entsprechend an, und dann raus. Wer empfindlich gegen kalte Luft ist, schützt sich entsprechend.
Und freue Dich auf die Rückkehr. Dann sollten eine warme kuschelige Kleidung und ein warmes/heißes Getränk den gewünschten gesundheitlichen Effekt unterstreichen.

5) Ausreichend regelmäßiger Schlaf

Es gibt gerade für das Immunsystem nichts unangenehmeres, als ein unausgeschlafener müder Organismus. Das zieht die Abwehr unnötig zusätzlich runter. Wenn möglich achte auf die Regelmäßigkeit, angepasst an die innere biologische Uhr. Und das heißt, Ruhezeiten zwischen 22 Uhr und sechs Uhr morgens. Das ist die ideale Zeit.
Wer in dieser Zeit Schlafprobleme hat, sollte sich schleunigst ganzheitlich untersuchen lassen. Das ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Körper ein Regulationsproblem hat.

Vorsorgemöglichkeiten vor Erkältungen:

1) Kräuter

Was haben die Omas schon gemacht? Sie haben verschiedene Heilkräuter angewendet, vor allem Thymian, Salbei, Linden- und Holunderblüten, Eukalyptus und Süßholzwurzel. Und sie haben daraus Tees und Tinkturen zubereitet. Heute können wir das alles fix und fertig in einer Apotheke zusammenstellen lassen.
Gute Teemischungen, Öle und Tinkturen werden dort bereitgehalten. Es ist zu empfehlen, sich ein Sortiment zuzulegen und abwechselnd anzuwenden.

Überhaupt ist es in der Naturheilkunde wichtig, nicht immer dasselbe zu nehmen. Das verliert an Reiz, und da es gerade darauf ankommt, dem Organismus immer wieder neue Reize zu bieten, liegt die Lösung in der Abwechslung. Immer wieder einmal eine Tasse Tee, zum Beispiel nach dem Spaziergang, wie oben empfohlen, hilft den Abwehrkräften.
Das angenehme mit dem nützlichen verbinden, das kannst Du beim Essen. Brunnenkresse, Gartenkresse und Kapuzinerkresse. Diese Kräuter haben genauso antibiotische Wirkung wie der zu empfehlende Meerrettich.
Ein Mischung mit Frischkäse oder Quark ergibt einen schmackhaften Brotaufstrich. Oder Du gibst die Kräuter in den Salat.
Übrigens: Die Würzmischung Trocomare beinhaltet alle diese Kräuter.
Ebenfalls antibiotisch wirkt folgendes Rezept: Eine kleine Menge rohes Sauerkraut, vermischt mit Ananas, Pinienkerne und Sonnenblumenöl. Schmeckt erfrischend, zum Beispiel immer wieder als kleine Vorspeise.
Wenn wir regelmäßig von diesen Köstlichkeiten zu uns nehmen, werden wir widerstandsfähiger und können uns besser gegen Bakterien und Viren verteidigen.

2) Früchte 

Zur Stärkung des Immunsystems hilfreich sind: Apfel, Apfelsine (Orange), Aprikose, Heidelbeere, Himbeere, Holunder, Papaya, Pomelo, Zitrone
Denke auch daran, dass die Immunität von den Leistungen des Stoffwechsels und der Entgiftung abhängt. Auch dazu gibt es hilfreiche Früchte.

Verschaffe Dir einen Überblick auf der Seite www.obst-heilkraft.de.

3) Tees 

Weitere Tipps: Besorge Dir Früchtetees, zum Beispiel mit Hagebutten.

Spezieller Tipp für den Winter: Roibuschtee mit Zimt oder Ingwer.

4) Echinacea

ein Extrakt aus der Pflanze Sonnenhut, gilt als der Klassiker. Das Mittel wird häufig gerade zur Vorbeugung von Naturheilkundlern empfohlen.

5) Propolis

gewonnen aus dem Bienenharz wirkt antibiotisch, antiviral und antimykotisch.
Häufig wird es in der Apotheke gemischt mit anderen Substanzen angeboten. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Konzentration möglichst hoch ist.
Am Besten: Direkt und lupenrein vom Imker beziehen

6) Umckaloabo

Gewonnen aus einer südafrikanischen Pflanze, die Kapland-Pelargonie, ist ein Mittel, das zur Stärkung der Abwehrkräfte gerade in den Atemwegen hilfreich ist.

7) Kieselerde

Ferner sehr hilfreich ist die regelmäßige Einnahme von Kieselerde (Silicea), idealerweise zusammen mit Kalk (Calcium carbonicum). Das stärkt die Abwehr. Fertige Präparate in der Apotheke.

8) Die Schüssler-Kuren

Sehr beliebt sind auch Kuren mit den bekannten Schüssler-Salzen.
Die Herbst-Kur besteht aus den Mitteln:
Nr. 3 Ferrum phosphoricum
Nr. 5 Kalium phosphoricum
Nr. 6 Kalium sulfuricum
Die Winter-Kur besteht aus den Mitteln:
Nr. 1 Calcium fluoratum
Nr. 3 Ferrum phosphoricum
Nr. 11 Silicea

Die Mittel werden in unterschiedlicher Weise eingenommen. Oft zu Beginn als Heißgetränk und in den ersten Tagen einer 3-6 wöchigen Kur in einer höheren Dosierung. Mehr Informationen zur Anwendung findest Du unter http://schuessler-salze-liste.de/kuren

9) Mit Bioresonanz vorsorgen

Eine der modernsten Verfahren zur Vorsorge gegenüber vielen Erkrankungen, so auch den Atemwegsinfekten, ist die Bioresonanzmethode. Auf biophysikalischer Basis kann man die Schwachstellen des Organismus austesten und mit entsprechenden Schwingungen ausgleichen. Mehr Infos zum Thema finden Sie unter http://www.mediportal-online.eu/36.html

Maßnahmen bei einer Erkältung:

In der Fieberphase sollte kein Eiweiß oder Fett zu sich genommen werden. Am besten sind in dieser Zeit Fruchtsäfte.
Sie regen gleichzeitig die Ausscheidung an. Hilfreich sind dafür Säfte wie Orangen- Grapefruit- und Traubensäfte. Gerne auch schwarzer Johannisbeersaft. Säureempfindliche Menschen können sich mit Möhrensaft behelfen.
Das Fieber sollte auf keinen Fall unterdrückt werden. Es ist eine wichtige Hilfe des Körpers, um krankmachende Stoffe und Gifte zu vernichten. Es kann unterstützt werden mit Wickel. Und zur Förderung des Schwitzens nehmen wir Holunderblütentee mit Zitronensaft. Das hilft auch der Entgiftung.
An homöopathischen Hilfsmitteln bieten sich Fertigpräparate an, wie zum Beispiel Sinupret und Bronchipret. Bei quälendem Hustenreiz helfen Efeublätter-Extrakte, wie Prospan.
An Einzelmittel denke man an Aconitum (Eisenhut), Acidum phosphoricum (verdünnte Phosphorsäure). Ferner an Eupatorium perfoliatum (Wasserhanf), Baptista (Wilder Indigo), Bryonia (Zaunrübe) und Echinacea (Roter Sonnenhut), Gelsemium (Wilder Jasmin) und Lachesis.
Auch diese Mittel finden sich gemischt in Fertigpräparaten, die in der Apotheke erhältlich sind.

Die Wahl der richtigen Mittel kommt auf die Situation, vor allem das Beschwerdebild, an. In Zweifelsfällen und bei schweren Erkrankungen ist auf jeden Fall ein Arzt oder Heilpraktiker hinzuzuziehen.

Unterstützende Maßnahmen sind wichtig, damit die Infektionen richtig abheilen.

Dazu gehört es, dass die Entgiftung richtig funktioniert und die Giftstoffe korrekt ausgeschieden werden.
Für die bessere Nierenausscheidung nutze man einen Nierentee mit Goldrute (Solidago).
Für die Stärkung der Leber gut geeignet sind Podophyllum (Fußblatt, Maiapfel), Taraxacum (Löwenzahn) und Boldoblätter, zum Beispiel Boldocynara.
Sehr erholsam ist es, den Körper mit Thymian- oder Wacholdernadeltee abzuwaschen.
Ein empfindliches Herz, vor allem bei älteren Menschen, wird es danken, wenn Du es mit einem homöopathischen Tonikum unterstützt. Dazu geeignet ist auch Tee mit Honig oder einem Traubennährzucker.
Gib dem Körper die notwendige Zeit und Ruhe, um die Beschwerden richtig auszukurieren.

Ein wichtiger Rat: Komplikationen und Folgeschäden wegen schlechter Ausheilung und mangelhafter Erholung kommen immer häufiger vor. Also nimm die Sache ernst.
Es darf nicht vergessen werden, die grundlegenden Gesundheitsstörungen unter Berücksichtigung der Konstitution zu erforschen und mit Hilfe einer Regulationstherapie auszugleichen. Letztlich ist das die Grundlage dafür, weshalb das Ausheilen der Grippe manchmal so langwierig und mühsam ist.
Mehr Informationen zur Hilfe bei akuten Infekten, mit laufend neuen Tipps, findest Du  auf www.hausapotheke-natur.de